Wortfeld


Wortfeld
Wọrt|feld 〈n. 12; Sprachw.〉 Gruppe von Wörtern, die einen ähnlichen Inhalt haben; → Lexikon der Sprachlehre

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Wọrt|feld, das (Sprachwiss.):
Gruppe von Wörtern, die inhaltlich eng benachbart bzw. sinnverwandt sind.

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Wortfeld,
 
von Jost Trier (* 1894, ✝ 1970) 1931 eingeführter Terminus zur Bezeichnung einer Gruppe sinnverwandter Wörter, die sich in ihrem Bedeutungsgehalt wechselseitig begrenzen (sodass jedem Wort ein bestimmter Stellenwert zukommt und eine Änderung des Gesamtwortfelds auch eine Änderung des Stellenwerts und der Bedeutung des einzelnen Worts zur Folge hat) und die einen zusammengehörigen Sachbezirk abdecken (wobei die Gesamtmenge aller Wortfelder als ein in sich geschlossenes Abbild von Wirklichkeit verstanden wird). In ihrem systembezogenen, ganzheitlichen Ansatz ist die Wortfeldtheorie dem Strukturalismus F. de Saussures und der Gestaltpsychologie verpflichtet. Kritik an Triers Wortfeldtheorie führte u. a. zu einer Präzisierung der Bedeutungsbestimmung der einzelnen Lexeme im Rahmen der Komponentenanalyse. Ein der Wortfeldtheorie verwandter sprachphilosophischer Ansatz wurde in den USA von E. Sapir und B. L. Whorf entwickelt (Sapir-Whorf-Hypothese).
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Wörter in ihrer lexikalischen und grammatischen Dimension
 

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Wọrt|feld, das (Sprachw.): Gruppe von Wörtern, die inhaltlich eng benachbart bzw. sinnverwandt sind.

Universal-Lexikon. 2012.

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